Europäische Bildungspolitik
Lebenslanges Lernen – Lifelong Learning
Die europäische Bildungspolitik wurde wesentlich durch den Gipfel in Lissabon im Jahr 2000 geprägt. Damals wurden viele wichtige Ziele vereinbart, allen voran das Ziel, Europa bis 2010 zum wettbewerbsstärksten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Die Erreichung dieser Zielvorgabe steht unmittelbar mit Lernen und Weiterbildung in Zusammenhang. Sämtliche Mitgliedsstaaten der Europäischen Union versuchen daher, das Konzept des Lebenslangen Lernens national zu verwirklichen. Mehr ...
Berufsbildung in Europa: Auf dem Weg zu mehr Anerkennung, Transparenz und Mobilität
Für die Entwicklung eines europäischen Arbeitsmarktes und die Erhöhung der internationalen beruflichen Mobilität ist die Anerkennung und Transparenz von Kompetenzen und Bildungsleistungen eine unabdingbare Voraussetzung.
Was ist VQTS?
VQTS steht für Vocational Qualification Transfer System und ist ein Leonardo da Vinci-Projekt, das sich der Fragestellung widmet, wie Kompetenzen verschiedener Berufsausbildungen oder Personen in anderen Ländern „sichtbar“ bzw. „lesbar“ gemacht werden können. Um den internationalen Transfer von Kompetenzen zu ermöglichen, wird im Rahmen des Projekts an geeigneten Instrumenten zur Beschreibung der Kompetenzen von Lehrlingen und SchülerInnen gearbeitet. Schlagworte sind die Begriffe Kompetenz-Portfolio, Kompetenzprofilzertifikat, Kompetenzprofile, Kompetenzmatrix und Kreditpunkte. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der ibw-Homepage (VQTS-Folder) sowie unter VQnet.
Was ist EQF?
Damit Kompetenzstandards unterschiedlicher Länder miteinander verglichen werden können, ist ein übergeordneter Referenzrahmen wichtig. Ein solcher Orientierungsrahmen ist der Europäische Qualifikationsrahmen (EQF). Dieser soll als eine Art Übersetzungshilfe für nationale Qualifikationen dienen. Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen sämtlicher Bildungsarten (beruflich, akademisch, allgemein) sollen dabei auf acht verschiedenen Niveaustufen beschrieben werden. Mehr ...
Was ist NQF?
Bis 2009 soll jeder europäische Mitgliedsstaat für sich einen nationalen Qualifikationsrahmen (NQF) entwickeln und diesen in Bezug zum EQF setzen. Wichtig ist dabei auch die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen.
Was ist ECTS und ECVET?
Was im Hochschulbereich als European Credit Transfer System (ECTS) bezeichnet wird, ist in der Berufsbildung ECVET. ECTS und ECVET sollen den Vergleich von Bildungsleistungen verschiedener Länder anhand eines Punktesystems ermöglichen. Einfach gesagt geht es um die Übertragung von Lernergebnissen zur Förderung der Arbeits- bzw. Studierendenmobilität. Mehr ...
S-M-E Master (Skilled Mobile European Master): ECVET für die Meisterausbildung
Ausgehend von VQTS versucht derzeit ein internationales Konsortium verschiedener Organisationen, darunter auch das ibw, im Rahmen eines europäischen Projekts geeignete länderübergreifende Instrumente zur Beschreibung und zum Vergleich von Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung zu entwickeln. Exemplarisch wird dies für die Meisterprüfung im Bäckerberuf durchgeführt. Ziel ist eine bessere Vergleichbarkeit und erhöhte Transparenz in dieser Ausbildung. Mehr ...


