Integrative Berufsausbildung (IBA)
Beeinträchtigte und benachteiligte junge Menschen haben im Rahmen der integrativen Berufsausbildung die Möglichkeit, eine Lehre zu absolvieren. Die Regelungen des § 8b des Berufsausbildungsgesetz (BAG) sind seit September 2003 in Kraft.
Ausbildungsmöglichkeiten der IBA
Es gibt zwei Möglichkeiten einer integrativen Berufsausbildung:
- Verlängerte Lehrzeit nach § 8b (1)
Die gesetzliche Lehrzeitdauer wird im Normalfall um ein Jahr, in Ausnahmefällen um bis zu zwei Jahre verlängert.
- Erwerb einer Teilqualifizierung nach § 8b (2)
Hier wird nur ein Teil eines Lehrberufes erlernt. Sowohl Ausbildungsdauer (ein bis drei Jahre) als auch die zu erlernenden Teilqualifikationen werden in einem Ausbildungsvertrag festgelegt.
Zielgruppen der IBA
Die integrative Berufsausbildung ist für Jugendliche oder junge Erwachsene:
- mit sonderpädagogischen Förderbedarf am Ende der Pflichtschule
- mit negativem oder ohne Hautschul-Abschluss
- mit Behinderung im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes
- mit persönlichen Vermittlungshindernissen
Nützliche Informationen
Integrative Berufsausbildungen werden durch eine Berufsausbildungsassistenz begleitet.
Zwischen den beiden Ausbildungsmöglichkeiten der integrativen Berufsausbildung kann auch gewechselt werden. Auch der Wechsel von einer integrativen Berufsausbildung in ein reguläres Lehrverhältnis (und umgekehrt) ist möglich.
Ansprechpartner für Fragen rund um die integrative Berufsausbildung, vor allem auch bezüglich Förderungsangelegenheiten, sind ua. folgende Einrichtungen:
Arbeitsmarktservice (AMS)
Hotline des Bundessozialamtes
Lehrlingsstellen
Infoblatt der WKÖ zur Integrativen Berufsausbildung
Evaluierung der Integrativen Berufsausbildung (2005) : Die Studie wurde vom ibw gemeinsam mit der KMU FORSCHUNG AUSTRIA durchgeführt.
Best Practice Beispiele – Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen
Hier einige Best Practice Beispiele von Unternehmen, die sich besonders für beeinträchtigte und benachteiligte Jugendliche einsetzen:
Best Practice 1
Best Practice 2
Best Practice 3
Best Practice 4


